PLATZ ZWEI BEI DER BUNDESLIGA IN GLÜCKSBURG

Sunday, 27. August 2017

Der 5. Spieltag der Deutschen Segel-Bundesliga lief für mich und das NRV Team Florian Weser, Daniel Reichart und Malte Päsler vergangenes Wochenende hervorragend. Mit nur einem Punkt Abstand segelten wir in Glücksburg auf den zweiten Platz und konnten dadurch in der Gesamttabelle einen Platz gut machen und liegen auch dort auf Rang zwei.

Verblüffend - 2. Platz, hauchdünn am Sieg vorbei.  Wieder auf dem Podium,  die Chance auf den Gesamtsieg am Leben gehalten. Vielleicht ging es Ihnen ähnlich vor dem Tracking.

Samstagabend war ich erstaunt, aber eher aufgrund der ungewöhnlichen Fehler, die wir gemacht hatten. In keinem der vier Rennen gelang es uns bei starkem Wind mit fehlerfreien Manövern um den Kurs zu fahren. Fischen waren wir - mit dem Gennaker dreimal im Leegate was schmerzhaft war. Es brachte uns zur ernsthaften Reflexion. Wer mich kennt, der weiß, wie sehr mich so etwas beschäftigt, und in der Vergangenheit auch schon öfters zermartert hat. Nicht in diesem NRV Bundesliga-Team. Die Jungs waren da, jeder für jeden. Wir sind die Fehler durchgegangen, sachlich und klar und jeder hat sich an die eigene Nase gefasst. Dies hat uns Kraft gegeben.

Nach Aussagen der Jungs war ich Sonntagmorgen angespannter als sonst. Stimmt - auf dem Wasser haben wir dann eine unserer besten Leistungen des Jahres abgeliefert. Jeder von uns hat sein Bestes auf dem Boot gezeigt. Besonders in den beiden letzten Rennen, in denen wir direkt gegen unsere Rivalen vom Deutschen Touring Yacht-Club (DTYC) antraten und zwei klare Siege einfuhren. Da bekomme ich jetzt noch eine Gänsehaut. Die Kommunikation auf der Kreuz war kontinuierlich, klar und auf die Zukunft gerichtet.  Ich bin da als Steuermann ganz ruhig, höre nur zu und führe aus, was aus dem Gesagten resultiert. Böe, Winddreher, Wellenset und dann, fast schon erlösend für die gespannten Nerven und zitternden Beine: „clear cross“. Kennen Sie das Gefühl? Unbezahlbar.

Die Leitfrage war bei uns an Bord: „Wie wäre es, wenn es leicht wäre?“  Als Motto galt ein Leitsatz aus der Navi Seal Ausbildung: „Ruhig ist geschmeidig. Geschmeidig ist schnell.“. Vielleicht hilft Ihnen diese Perspektive ja auch einmal auf dem Wasser oder an Land weiter. Für uns hat es funktioniert.

Gewonnen hat das Event der Verein Seglerhaus am Wannsee (VSaW), das Podium komplettierte der DTYC auf Rang drei. Damit konnten wir einen wertvollen Punkt in der Gesamtwertung aufholen und liegen jetzt auf dem zweiten Platz. Auf Rang drei folgt der Segel- und Motorboot Club Überlingen (SMCÜ) vom Bodensee. Die Viertplatzierten aus Berlin sind schon 15 Punkte hinter uns, sodass ein Platz auf dem Podium sehr wahrscheinlich ist.

Spannender ist also der Blick nach oben. Wir brauchen wir in Berlin drei Boote zwischen uns und dem DTYC – das ist möglich und das wissen die Jungs aus München auch. Besonders nach den zwei letzten Rennen aus Glücksburg.

Die nächste Regatta für mich ist das Segel Champions League Finale vom 21.-24.09. in Porto Crevo / Sardinien. Ich freue mich schon sehr auf die Regatta. Im letzten Jahr hatten wir mit dem leichten Wind zu kämpfen, in diesem Jahr fühlen wir uns besser vorbereitet. 

 >> Hier geht es zu den Ergebnissen und alle Infos rund um die Segel Bundesliga sind hier zu finden

>> Tobias Videobotschaft nach drei Tagen Segel-Bundesliga 

 

 


 

 

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