Coaching

Wenn sie sich sportliche oder berufliche Ziele gesetzt haben, die sie schnell zum Erfolg führen wollen, ist ein Trainer die ideale Ressource. In meiner eigenen Karriere habe ich mehrfach erlebt zu welch starkem Erfolgsfaktor ein Coach werden kann.

Mit meinen Fähigkeiten und Erfahrungen in diversen Techniken wie dem Bio- und Neurofeedback, dem Visualisieren, NLP, der Achstsamkeitsmeditation bis hin zum zielgerichteten Konditionstraining begeistert es mich, wenn ich Menschen dabei begleiten kann, dass zu tun, was sie inspiriert, wachsen lässt und ihre Grenzen hinausschiebt.

Ich glaube in diesem Zusammenhang an die Philosophie des Daodejing und der Übersetzung von Steve Mitchell:

Ein guter Athlet kann einen Zustand der Körper-Achtsamkeit erreichen, in dem jede Bewegung oder Entscheidung von selbst passiert, anstrengungslos, ohne jegliche Beeinflussung des Bewusstsein. Dies ist das Paradigma für "nicht-handeln": die reinste und effektivste Form des Handelns. Das Spiel spielt das spiel; das Boot segelt den Kurs; wir können den Unterschied zwischen Tänzer und Tanz oder zwischen Segler und Boot nicht mehr feststellen.

Dieser Zustand, oft auch Flow genannt, tritt nicht immer von alleine auf. Manchmal ist der Zugang durch äußere Umstände,  Erwartungen oder Ängste versperrt. Die wahren Champions zeichnen sich dadurch aus, dass sie dennoch das Tor zum unbewussten Handeln, häufig durch einstudierte Rituale, durchschreiten können. So erreichen sie ihre außergewöhnliches Maß an Konstanz in der Leistung.

Die Form der völligen Freiheit des Bewusstseins verlangt gleichzeitig ein hohes Maß an Disziplin. In der Tat ist es die höchste Form der Ordnung, wenn sich ein System, bzw. in diesem Fall ein Athlet Mensch selbst reguliert. Vor diesem Hintergrund glaube ich daran, dass wir uns mit Disziplin und Ernsthaftigkeit unseren Zielen annehmen sollten um dann, wenn wir am meisten wünschen festzuhalten und die Dinge zu kontrollieren, letztlich loszulassen.

Aus meiner eigenen Erfahrung habe ich gelernt, dass es sich nicht lohnt ständig auf das Ergebnis zu fokussieren. Ich mag nicht verlieren. Ich habe es schon immer nicht gemocht. Bei der Jungendweltmeisterschaft 2002 in Kanada wollte ich unbedingt gewinnen. Allerdings waren zwei Segler bei den leichten Winden besser als ich und so erreichte ich "nur" die Bronzemedaille. Eine im Rückblick sehr starke Leistung für mich. Aber in dem Moment war ich so frustriert, dass ich bei der Siegerehrung kaum ein Lächeln über die Lippen bekam, und den ganzen Abend in meinem Hotelzimmer fluchend umherstampfte anstatt das Erlebnis und den Erfolg zu feiern. 

Mittlerweile habe ich gelernt, dass es zielführender ist seine Handlungen zwar am Ziel auszurichten und damit möglichst effektiv zu arbeiten.  Grundsätzlich liegt der Fokus aber darauf richtig zu segeln. Meiner Erfahrung nach ist es im Segelsport so, dass solange man in Harmonie mit dem Wind und dem Boot segelt, sich das Ergebnis meist von selbst klären wird. Dazu braucht es natürlich eine gehörige Portion Durchsetzungsvermögen und Kampfeswille. Letztlich geht es im Wettbewerb darum sich zu messen und zwar unter dem Einsatz seiner gesammelten Kräfte. Dies geschieht allerdings dann am erfolgreichsten, wenn es unter der Geisteshaltung des Spiels steht.

Drei Leitmotive prägen unter anderem meine Arbeit:

1. Einfachheit im Handeln wie im Denken führt einem zum echten (er)leben und ist häufig die beste Lösung, auch wenn sie nicht immer leicht zu akzeptieren ist.

2. Mitgefühl mit Freunden, Feinden und besonders sich selbst ermöglicht es Dankbarkeit für die Situation zu entwickeln woraus Gelassenheit und Geduld wachsen.

3. Manchmal segle ich und denke und manchmal segle ich auch einfach nur - mein Unterbewusstsein weiß mehr als ich denke und es braucht Raum um sich entfalten zu können.

 

 


Fähigkeiten von erfolgreichen Coaches

  1. „Aktiv tun“ und dabei auf Einfachheit hinarbeiten, nicht nur Situationen verstehen oder Sachverhalte komplex darstellen.
  2. Wahrnehmen, welcher Rahmen der beste für den Wachstumsprozess ist und ihn gemeinsam schaffen.
  3. Die meisten Fähgkeiten liegen schon in uns bereit. Aufgabe des Coaches ist es hierzu einen Zugang zu ermöglichen.
  4. Wissen oder spüren worum es gerade geht, und die Wechselwirkungen zwischen Sach-, Emotions- und Persönlichkeitsebene beachten.
  5. Die Grundlage von Coaching ist, dass der choachee sich wirklich coachen lassen will. Dann ist es am Coach, ein leidenschaftliches Bild von der Zukunft vor dem geisten Augen entstehen zu lassen.
  6. Wissen, wie ich Kontakte herstelle: zum betreuten Sportler, anderen Trainern, Assistenzen, im gesamten Netzwerk.